Verantwortung für humane Gesellschaft übernehmen

27.02.2020

19 1,0-Schüler der Staatliche Berufsschule II Traunstein erhielten einen Staatspreis der Regierung von Oberbayern

Traunstein. Bei einer Feier in der Schulturnhalle erhielten 143 frischgebackene Bankkaufleute, Fachlageristen und Fachkräfte für Lagerlogistik, Groß- und Außenhandelskaufleute, Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement , Verkäufer/Kaufleute im Einzelhandel, Medizinische Fachangestellte, Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte und Zahnmedizinische Fachangestellte der Staatlichen Berufsschule II Traunstein, die die Winterprüfung erfolgreich abgeschlossen haben, ihre Abschlusszeugnisse. Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser und Schulleiter Andreas Gembala übergaben 19 Schülern, die einen Notendurchschnitt von 1,0 erreicht hatten, Staatspreise der Regierung von Oberbayern sowie Geldpreise des Landratsamts Traunstein und des Fördervereins der Berufsschule. Weitere 28 Absolventen mit einem Notendurchschnitt bis 1,5 bekamen ebenfalls einen Staatspreis.

„Ziel unseres pädagogischen Wirkens im Rahmen Ihrer Berufsausbildung war es, Sie zu qualifizierten Kaufleuten und Fachangestellten auszubilden, Sie zu selbstständigem Denken und Handeln zu befähigen und Sie zur Verantwortung für sich, für eine humane Gesellschaft und für unsere Umwelt zu erziehen“, wandte sich Oberstudiendirektor Gembala an seine Schüler. Damit dieses Ziel habe erreicht werden können, hätten eine ganze Menge Menschen zusammengeholfen: Eltern, Verwandte und Freunde, Lehrer der Berufsschule sowie Betriebe und ihre Ausbilder.

„Nun übernehmen Sie Verantwortung in der Welt der Erwachsenen und Sie gestalten Ihre Zukunft und die Zukunft von uns allen“, machte Gembala deutlich. Im täglichen Umgang mit jungen Menschen habe er bezüglich Leistungsbereitschaft, Bildungsstand und Zuverlässigkeit überwiegend Positives erlebt. Viele hätten mit ihrer Ausbildung auch den mittleren Bildungsabschluss erreicht.

Schulleiter Andreas Gembala (links) und stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser (rechts) übergaben an 19 1,0-Schülerinnen der Staatlichen Berufsschule II Traunstein einen Staatspreis der Regierung von Oberbayern. (Foto: Buthke)
Schulleiter Andreas Gembala (links) und stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser (rechts) übergaben an 19 1,0-Schülerinnen der Staatlichen Berufsschule II Traunstein einen Staatspreis der Regierung von Oberbayern.
(Foto: Buthke)
 

Einige hätten in ihrer Ausbildung über den Tellerrand hinaus geblickt, zum Beispiel mit dem Abschluss zum Internationalen Kaufmann in London oder dem Zertifikat einer berufsbezogenen Fremdsprachenprüfung. Beim Schüleraustausch mit einer Schule in Nantes/Frankreich hätten die Berufsschüler in Sprachkursen zusammen viel gelernt und in der jeweiligen Arbeitswelt wertvolle Erfahrungen gesammelt. „Den wertvollsten Zugewinn konnte ich bei den oftmals zitierten Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Toleranz und Zuverlässigkeit, aber auch Motivation, Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit beobachten“, meinte der Schulleiter.

Stellvertretende Landrat Konhäuser sprach von „hervorragenden Leuten in der ganzen Bandbreite der Wirtschaft in der Region“. Er forderte sie auf, weiterhin für Neues aufgeschlossen zu bleiben, denn die erfolgreiche Ausbildung sei ein wichtiger Schritt, aber bestimmt nicht der letzte gewesen. Mit einem Zitat des Philosophen Peter Bieri brachte er es auf den Punkt: „Eine Ausbildung durchlaufen wir mit dem Ziel, etwas zu können. Wenn wir uns bilden, arbeiten wir daran, etwas zu werden.“

Lernen und das ganze Leben seien keine Einbahnstraße. Manchmal müsse man stehen bleiben und sich nach rechts und links umsehen, sonst verpasse man am Ende viele Möglichkeiten, so Konhäuser. Aber sich selbst verbiegen solle man dabei nie und sich erst recht nicht unter Wert verkaufen.

Der Landkreis Traunstein gebe allein für seine Schulen 12,6 Millionen Euro aus. Dabei gehe es ihm vor allem um Wertschätzung, dass in einem Menschen immer erst das Potenzial gesehen werde und nicht die Schwächen. „So wird aus dem Nebeneinander erst ein Miteinander. Dies gilt sowohl für das Team in der Arbeit als auch für die ganze Gesellschaft, damit es nicht zur immer wieder so gerne beschriebenen Ellenbogengesellschaft kommt“, erklärte der stellvertretende Landrat.

Bjr

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